Till Eulenspiegel Schule Bonn

Grundschule & Offene Ganztagsschule

Schulhofprojekte

Klettergarten

Planung

Die Kinder haben sich die Möglichkeit des Kletterns in ihren Modellen gewünscht. Ein starker Wunsch, wenn man daran denkt, wie oft das Verbot des Bekletterns der wenigen, kleinen Bäume des Schulhofes nachdrücklich ausgesprochen werden musste. Als erster Bauabschnitt wurde ein Kletter- und Seilgarten - unter den Bäumen neben der Turnhalle aufgespannt – ausgewählt. Dieser Platz hat als einziger große Bäume, zwischen denen sich bisher eine lehmige Wüste erstreckte.

Für die Realisierung wurde die Natur- und Abenteuerschule (NUAS) GmbH aus Bergisch- Gladbach ausgewählt. Diese Firma stellt die Seile, die Metallverbindungen, das Werkzeug und das nötige Sachwissen zur Verfügung – bauen müssen dann die Eltern. Der ursprüngliche Kostenvoranschlag für das ausgesuchte Programm von einem Seilgarten mit 5 verschiedenen Seilparcours und Podest sowie Hockertritten, einem Stelzenweg und neuem Unterboden als Fallschutzmaßnahme erreichte eine Summe von über 14 Tausend Euro. Aber ganz im Sinne der lokalen Agenda 21 war es möglich, von örtlichen Anbietern das Material günstiger zu bekommen:
Der Stadtförster stellte das Robinienholz aus dem Bonner Stadtwald,
ein sehr großes Fahrzeug des Bauhofes transportierte das Holz auf den Schulhof und eine lokale Baufirma half mit den Fundamenten
Schließlich konnte der Preis auf unter 10 Tausend Euro gesenkt werden.

Die Schule fand kleine und große Sponsoren:

  • Sie erhielt aus dem Ökosponsoringprogramm des Amtes für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda 2500 Euro.
  • Das Modell des neuen Schulhofes erreichte bei dem Wettbewerb "Grün macht Schule" der Volksbank den ersten Platz und erhielt ein Preisgeld von 800 Euro.
  • Das jährliche Schulfest trug ebenfalls zu Einkünften bei, mit großer Tombola und derVersteigerung eines Luxusmenüs, welches die Schulleiterin kochte. Eine Familie stellte ihr Pony zur Verfügung. Gegen eine Spende für den Schulhof konnten die Kinder auf "Kleiner Donner" reiten.


Es geht los

Am 8.12. 2006 war es trotz der sehr winterlichen Verhältnisse soweit: es wurde gehämmert, gesägt, gebuddelt...
An den zweieinhalb Projekttagen kamen insgesamt über 70 Erwachsene und ungezählte Kinder zusammen, um den Klettergarten zu bauen. Die NUAS leitete jeweils mit zwei Projektleitern die helfenden Hände an, die - in 2- Stunden-Schichten eingeteilt - auf dem Gelände arbeiteten. Mittags wurde die Arbeiterschar äußerst lecker von der Schulleiterin bekocht. Das Finale war am 3.2.2007: 26 Tonnen feiner Kies wurde unter den Seilen umhergeschaufelt und schwere Erwachsene kletterten einen Testlauf.

Der Klettergarten wird seither von Kindern "belagert". Dadurch, dass die Seile zwischen den hohen Bäumen angebracht sind, entsteht der Eindruck, in den Bäumen zu klettern. Der Klettergarten ist abwechslungsreich und ungefährlich, weil die Kinder horizontal klettern. Da der Platz nach Schulschluss öffentlich zugänglich bleibt, können die Kinder der gesamten Umgebung den Klettergarten auch am Wochenende und in den Ferien nutzen. Es gibt in sehr großem Umkreis kein vergleichbar schönes öffentliches Spielareal. Die Erbauer sind stolz und zufrieden.


Resumee

Die Realisierung des Klettergartens hat gezeigt, wie sinnvoll die Unterteilung in einzelne Bauabschnitte ist. Da die gesamte Steuerung in den Händen einiger ehrenamtlich Tätiger liegt, müssen die Arbeitspakete überschaubar sein. Die Ausführungsplanung muss sich jeweils am aktuell vorhandenen Budget und an den zur Verfügung stehenden Ressourcen orientieren. Einfach gesagt: wir bauen ein Stückchen, wenn wir Geld dafür haben.

Beim Bau des Klettergartens war die Erfahrung zu machen, dass eine genaue Zeitplanung nicht möglich wenn während der Projektplanung, die Finanzierung noch nicht geklärt ist, Wir möchten auch in Zukunft gerne Künstler, Gartenbaufachleute und andere qualifizierte Helfer für unsere Bauabschnitte gewinnen. Gerade die Kombination aus fachlicher Anleitung und Elternarbeit ist nicht nur kostengünstig, sondern auch in anderer Hinsicht wertvoll. Unsere Zeitplanung wird sich dann aber auch an den zeitlichen Möglichkeiten dieser Personen orientieren müssen.

Wir werden auch in Zukunft ideenreich dem "Gelderwerb" nachgehen, beispielsweise mit Elternpartys und Flohmärkten, aber die finanziellen Möglichkeiten einer so kleinen Elternschaft sind schnell ausgeschöpft und wir möchten im Herbst 2008 das Gesamtkonzept verwirklicht haben. Der Vorderschulhof sollte im Verlauf es Kalenderjahres 2007 fertig gestellt sein. Deshalb braucht die Schule dringend großzügige Sponsoren, die wir mit den nachfolgenden Abbildungen und Beschreibungen über unser Vorhaben informieren möchten. Die aufgeführten Kosten beschreiben eine Durchführung mit Elternhilfe und Fachfirmen, die einen handelsüblichen Preis dafür abrechnen. Die Erfahrung beim Aufbau des Klettergartens hat gezeigt, dass sich jedoch Türen öffnen und Wünsche günstiger werden, wenn sie erst mal bekannt gemacht werden.

Wir laden hiermit zur Besichtigung von Tills Traumschulhof ein und hoffen, einen Freund oder einen Förderer zu gewinnen.